|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Termine: ![]() Tango in Bs. As. Tangofestivals Online-Ticketing Kino ⁄ TV ⁄ Radio Literatur Künstlervermittlung Tangoreisen |
| Tangokultur |
|
Tangoschulen Musiker und DJs Workshop ⁄ Práctica Tangomode ⁄ Schuhe Showtanz Zimmervermittlung Mitfahrbörse Tanzpartnerbörsen |
| Tangoinfo |
|
News Newsletter |
| Tangonews |
|
CD-Shop CD-Neuerscheinungen Tangocharts Musik-Downloads |
| Tangomusik |
| "CD-Rezension" | ||||||||
Text: Jörg Buntenbach 1928 entstand das Ballett "Der Kuss der Fee". Es war die
Basis dafür, dass der russische Komponist Igor Stravinsky gemeinsam
mit seinem Freund, dem Geiger Samuel Dushkin, später das
Divertimento für Geige und Klavier für Konzertzwecke
arrangierte. Beim ersten Werk auf "Der Kuss der Fee" interpretieren
die beiden Musiker die Sonate für Violine und obligates Klavier
f-moll BWV 1018 in vier Sätzen in den Tempi Lamento, Allegro,
Adagio und Vivace überzeugend. Mit einer geradezu ansteckenden
Leichtigkeit harmonieren die beiden Instrumente miteinander, wobei erwähnt werden muss, dass Daniela Braun bei den
Aufnahmen für diese Veröffentlichung auf einer Geige von Carlo
Giuseppe Testore aus dem Jahr 1710 spielt. In der zweiten Hälfte der CD geht es mit Tango Nuevo weiter. Bei Astor Piazzollas "Verano Porteño" beweisen die beiden Musiker ihre Vielfältigkeit sowie ihre Fähigkeit, sich mit Leib und Seele in eine Komposition hineinzuversetzen und diese mit Leben zu füllen. Gerade Piazzolla wird von den Musikern dieser Welt immer wieder gerne herausgekramt und ins Repertoire aufgenommen. Oft genug wäre es jedoch besser, das Original zu genießen. In diesem Fall gelingt es Lubnow und Braun, das Werk so akzentuiert darzubieten, dass man ihnen die in jedem Ton versteckten Gefühle abnimmt. Mit dem nächsten Titel, der "Milonga lenta", einer
Komposition von Lubnow, überrascht uns das Duo
abermals.Feinsinnig und nuanciert wird der typische Rhythmus
einer Milonga im gemäßigten Tempo gespielt und erreicht damit eine intime Intensität. Der vorletzte Titel macht die wohltuende Vielschichtigkeit der CD deutlich: "Le Boef sur le toit Cinéma - Fantaisie" komponierte Darius Milhaud 1919 nach einem Besuch in der brasilianischen Hauptstadt Rio de Janeiro, wo er die lateinamerikanische Folklore kennen lernte. Das Werk ist ein auf traditionellen Milonga-Rhythmen basierendes Ballett. Teilweise wirkt es wie die muntere musikalische Begleitung eines turbulenten Stummfilms. Als Element dieses Albums trägt es zum richtigen Zeitpunkt dazu bei, den dramaturgischen Spannungsbogen weder zu überspannen, noch zerspringen zu lassen.
Als Service bieten wir unseren Leserinnen und Lesern an dieser Stelle drei Hörproben aus der vorgestellten CD als MP3-Files an:
Die Release-Party der CD "Der Kuss der Fee" findet am 15. Januar 2006 um 20 Uhr im Berliner Jazzklub b-flat, Rosenthaler Str. 19 in 10119 Berlin-Mitte (U-Bahn Weinmeisterstraße) statt. Anschließend geht es dort mit der sonntäglichen Milonga Tango the Night und DJ Jörg Buntenbach weiter.
Möchten Sie einen Leserbrief zu diesem Artikel
schreiben?
|
||||||||
![]() |
Email: willkommen@tangokultur.info Im Internet: www.tangokultur.info Herausgeber: Jörg Buntenbach (V.i.S.d.P.) |