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Text: Jörg Buntenbach Max Masri und Diego S. Velázquez produzierten als Tanghetto
die CD "Emigrante" und das Projekt "Hybrid
Tango". Mit "Buenos Aires Remixed" legen die beiden
nun ihr mit Spannung erwartetes drittes Album vor und arbeiten
teilweise wieder mit den bewährten Musikern der Vorgängerplatten
zusammen. Und als würden die Elektronik-Musiker sich selbst nicht
über den Weg trauen, versehen sie ihre neue Veröffentlichung
selbst mit dem Etikett "special edition for DJs and electronica
lovers". Schon allein damit verfrachten Tanghetto sich
in eine bestimmte Schublade und vertrauen nicht darauf, was das
Publikum daraus macht. Gleich der erste Titel "Alexanderplatz Tango" ist den
Tangueras und Tangueros in den modern orientierten Milongas als
überzeugenderes Arrangement von der ersten CD "Emigrante"
her im Ohr. In diesem sogenannten 'Andina Remix' nervt der Titel
jedoch durch die bereits angesprochenen eintönigen Beats. Beim
zweiten Titel "Incognito" kommt so etwas wie Neugier auf,
weil dieses Stück, das ursprünglich auf dem Sampler "Tangophobia
Vol.1" veröffentlicht wurde, ansatzweise mit einer gewissen
musikalischen Dramaturgie ausgestattet ist und man davon nicht ganz
so schnell in den Sog der Langeweile gezogen wird. Depeche Modes
"Enjoy the Silence" baut von vornherein eine gewisse
Erwartungshaltung auf und ist zumindest hörenswert (wenn auch nicht
wirklich zu 100 Prozent überzeugend, da nicht zuletzt das
Bandoneón viel zu brav daher kommt). Auch zu den sieben darauf folgenden Klangprojekten lässt sich Ähnliches sagen. Leider, denn es gibt beim Electro-Tango durchaus einige sehr gelungene Beispiele, die zeitgemäße musikalische Elemente und die alte Volksmusik vom Rio de la Plata überzeugend zusammenbringen. Zum Thema passend sei hier der in unserer Juni-Ausgabe 2005 von Hans Peter Salzer veröffentlichte Artikel "Electro-Neo-Fusion-Chill-Out-Project-Tango? - ein neues Genre macht sich im Tango breit" empfohlen. Wer die erste CD "Emigrante" von Tanghetto noch
nicht im Regal stehen hat, sollte sich diese zulegen. Hierfür
wurden Tanghetto zurecht für den Latin Grammy 2005
nominiert. "Buenos Aires Remixed" hingegen ist bestenfalls
nur etwas für Musikeinsteiger, die ihr Musikverständnis erst noch
abklopfen und hierzu Vergleiche heranziehen müssen.
Mehr über Tanghetto gibt es auf der Homepage: Link...
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Email: willkommen@tangokultur.info Im Internet: www.tangokultur.info Herausgeber: Jörg Buntenbach (V.i.S.d.P.) |