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In den (märkischen) Sand gesetzt:

El Sonido de mi Tierra 2 – Personalisimo in Berlin
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Text: Elke Koepping


(Pressefoto Archiv Nau/Pereyra)


Ich bin keine Freundin von Tango-Shows. Diese Tanzabende für Rentner und Abonnenten, die einen Abend lang mal einen Hauch von Verruchtheit und Exotik genießen wollen – inklusive der darin enthaltenen Klischees über die ‚wahre’ Beziehung zwischen Männern und Frauen, für die der Tango ja eine ach so schöne Schablone hergibt. Touristenfallen, in die in Buenos Aires die Touristen gleich busladungenweise hineingelockt werden. Für die, die’s nicht besser wissen halt. Klar, Tango Pasión hab’ ich mir im vergangenen Jahr auch angesehen, ist ja auch ein Klassiker. Eine ausgewogene Mischung aus alten Traditionalisten, die nach ihren Kunststückchen verschmitzt ins Publikum grinsen und wilden jungen Tänzern und Tänzerinnen mit dunkel gerunzelten Brauen auf der Höhe ihres tänzerischen Genies. Vor allem: das Sexteto Mayor. Da kochte der Saal schon nach dem ersten Stück. Eine teuer produzierte Show, über jeden Zweifel erhaben, was die Professionalität aller Beteiligten betrifft. Und doch: der Tango ist so viel mehr, als dort zu sehen ist, er besitzt so viel kreatives Potential, so viel Willen zur Selbsterneuerung.

In diesem Jahr parallel auf Deutschland-Tournee die Startänzer Nicole Nau & Luis Pereyra, Namen, die für sich selbst stehen, jenseits der Titel unzähliger Shows, in denen beide schon getanzt haben. Namen, bei denen die Herzen deutscher Tangotänzer höher schlagen, denn Nicole Nau steht als Synonym für eine, die’s als Deutsche geschafft hat, sich durch Beharrlichkeit, Talent und Fleiß in der argentinischen Tanzdisziplin, die uns allen so am Herzen liegt, an die Spitze zu setzen. Sie hat es sogar auf die Briefmarke geschafft in Argentinien. Wer kann das als Tänzer schon von sich sagen? Ein Buch hat sie auch geschrieben, darüber, wie sie als Deutsche die argentinische Kultur und den Tango erlebt. Tango Dimensionen heißt es. Unzählige Videos produziert, mit Ricardo damals und jetzt eben mit Luis.


(Foto: Guido Gayk)

Das auf der Website nachlesbare Programm zu El Sonido de mi Tierra 2 – Personalisimo baut Erwartungen an anspruchsvolle Kost auf: In vier Akten will das Paar die Zuschauer auf eine Reise durch die verschiedenen Klänge und damit auch Tanztraditionen Argentiniens mitnehmen, die historisch in den Tango eingeflossen sind. Der Klang meiner Erde – höchstpersönlich hieße der Titel der Show denn auch wörtlich übersetzt. Ein ambitioniertes Projekt. Nicht, dass es nicht andere Shows gäbe, die Tango und Folklore kombinieren, das ist schon lange ein beliebter Topos, der nicht zuletzt ja sogar in 

Carlos Sauras gräsiger Altherren-Filmfantasie Tango in der ominösen, dort porträtierten Bühnenproduktion zum Einsatz kam. Aber Nicole und Luis suchen die Synthese von Tango und Volksrhythmen auf schlichte, unprätentiöse Art zu erreichen, ohne Feuerwerk und ohne Fernsehballett. Ganz allein, mit einem Musiker auf der Bühne.

Kurz zusammengefasst ergibt sich folgende Synopsis der vier Akte: Akt 1 Los Sonidos del Encuentro (Die Rhythmen der Begegnung) beschäftigt sich mit der Vergangenheit des Tango, den verschiedenen Volks-Rhythmen, die ihn beeinflusst haben und den z. T. parallel existierenden Stilen, gezeigt wird z. B. eine Milonga Surena (des Südens), ein Tango Orillero (des Flussufers) und ein Tango de Salón. Akt 2 El Sonido de los Nuevos Aires (Die Rhythmen des Neuen) spiegelt die Zeit des Umbruchs, der Erneuerung im Tango, etwa um die 80er Jahre herum, z. B. mit einem Tango Fantasía. Akt 3, nach der Pause, El Sonido del Silencio a Secas (Der Klang der Stille schlechthin) zeigt das Paar in einem Tanz ohne hörbare Musik, das sich zu seiner eigenen, inneren Musik bewegt, als Symbol für die 90er Jahre. Akt 4 schließlich La Unión (Die Vereinigung) bemüht sich, die Rhythmen und Klänge Argentiniens im Tango zu verschmelzen, etwa mit der Zamba, der Chacarera, der Vidala und dem von Luis meisterhaft beherrschten Zapateo Argentino (argentinisches Steppen).


(Foto: Guido Gayk)

Und dann das: El Sonido de mi Tierra 2 – Personalisimo spielt in Berlin im Ballhaus Rixdorf. An einem Freitag! Ein Umstand, der jeden Berliner Tangotänzer so stutzig werden ließ, dass sich von vornherein auch keiner blicken ließ. Kann ja nichts Besonderes sein, wenn’s an einem Freitag im Ballhaus spielt. Eine Randbemerkung für Nicht-Berliner: Das Ballhaus Rixdorf ist als Theater-Spielort nicht etabliert und Tango hat’s gefälligst am Samstag zu geben, das ist unwiderruflich bis in die neuronalen Strukturen hinein ins Kleinhirn der Berliner Tangotänzer eingeschrieben. Der Freitag existiert nicht im Ballhaus.

Freitags verschwindet es in einem großen schwarzen Loch, irgendwo da draußen im Weltall. Wie auch an allen übrigen Tagen. Außer samstags eben.

Und das hatten sie wahrlich nicht verdient, die Nicole und der Luis. So viel Ignoranz. In einer Stadt mit mehreren Tausend Tangotänzern, Zahlen schwanken zwischen 6.-10.000. Vielleicht sind’s auch weniger – oder mehr, keine Ahnung. Eine Menge Holz jedenfalls. Die an dem Abend im Grunde alle nicht viel Besseres zu tun hatten, als sich eben jene Show anzusehen. Abgesehen vielleicht von Miguel Levin in der Möwe. Nur hat die Möwe eben nur 50 Plätze, das macht den Bock ja auch nicht fett.
Es wusste einfach keiner von Nicole und Luis – keine nennenswerte Werbung in der Stadt (außer auf tangoberlin.de, claro). Jeder Veranstalter in Berlin weiß, dass der Werbeetat ungefähr die Größe des Produktionsetats besitzen muss. Wer’s nicht weiß, hat in der Branche nichts zu suchen. Man geht hier gnadenlos unter. Zu viel Kultur, da muss man sich halt a bisserl anstrengen, um Gehör zu finden. Und sie wollen ja auch ein bisschen hofiert werden, die Berliner. Verwöhntes Völkchen, die. (Trotzdem nicht unsympathisch, zu großen Teilen.) Und dann die Tangoszene, ach Gott, die Gewohnheitstierchen, was soll man da machen. Was in Remscheid, Wuppertal und Düsseldorf geht, funktioniert hier eben nicht. Da kommen die 1.500 Leute schon von selbst, wenn im Theaterspielplan steht „Weltberühmte Tangotänzer aus Buenos Aires“. Da gibt’s ja sonst nix.

Nur mal als Beispiel ein kleiner Szenenwechsel: eine Woche früher, Kammermusiksaal der Philharmonie, 1.000 Plätze. Restlos ausverkauft bis auf den Notsitz wegen Stravaganza. Es geht also. Aber eben in der Philharmonie. Oder im Hebbeltheater. Oder im Haus der Berliner Festspiele. Aber doch nicht im Rixdorf!! Madre mia!! – Ich bitte darum, mich nicht falsch zu verstehen: ich bin absolut keine Befürworterin der Todesstrafe. Aber Teeren und Federn des Veranstalters sollte schon drin sein. Aus Pietätsgründen verschweige ich lieber seinen Namen, er wird’s schon wissen, dass er gemeint ist...

Und dann die Liste der Pannen, du lieber Himmel, daraus könnte ich ein Buch machen. Startänzer aus Buenos Aires sind es in der Regel gewöhnt, eine Bühne vorzufinden, wenn sie am Tag der Aufführung anreisen. Professionelle Lichtverhältnisse. Gute Tontechniker. Nicht aber das Ballhaus Rixdorf in all seiner Schlichtheit. Und am Abend ganze 60-70 Zuschauer. Da hatte ja Miguel Levin in der Möwe mehr.

Im intimen Rahmen dieser handverlesenen Anzahl von Zuschauern also begann die Show zunächst einmal eine gute halbe Stunde später als geplant: die Fenster ließen sich nicht verdunkeln, man musste auf die Dämmerung warten. Ich kann nicht behaupten, dass mich das besonders gut auf eine zweistündige Tanzshow incl. zwanzigminütiger Pause einstimmte. Die riesigen Metalltüren standen während dieser Zeitverzögerung sperrangelweit offen und ließen kalte Luft herein. Temperatur im Saal: 15° C. Gefühlte Temperatur im Luftzug: -10° C. Die wackeligen Holzstühlchen waren unbequem und wurden unbequemer je länger die Show dauerte. Einer der vier vorhandenen Bodenfluter auf der Bühne war verrutscht, was keinen der anwesenden Techniker interessierte, er blendete während der gesamten Showdauer den kompletten Pressetisch. Hielt uns trotzdem nicht davon ab, das vorsichtige Balancieren der Tänzer auf 1x2 m großen, aneinandergestückelten Bühnenelementen ohne Tanzteppich (!) zu bemerken. Eine Art Hin- und Herhüpfen zwischen den abgrundtiefen Spalten, die sich zwischen den nicht allzu zahlreichen und daher wenig Tanztiefe anbietenden Elementen auftaten und die Gefahr eines mehrfachen Knöchelbruchs wahrscheinlich machten. Wohl auch ein Grund für das enttäuschend wenig beabsatzte Schuhwerk von Frau Nau.

Auch nicht davon hielt es ab, den durch diese miesen Bühnenverhältnisse verursachten Schrittfehler im Stück „La Ciudad“ zu bemerken. Und die Anstrengung im Gesicht Nicoles, das regelrecht leidend wirkte und somit nicht besonders zur Verbesserung der Atmosphäre beitrug. Der Ton: ganz abgesehen davon, dass der Bandoneón-Spieler Enrique Angel Ponce de León an seinem Instrument kein allzu großes Licht zu sein scheint (sein Spiel war nicht nur unsauber, sondern sogar extrem unsauber und wenig inspiriert, dafür hat er aber schön gesungen), war das Bandoneón für die Soundverhältnisse einer Rockband-Übungsgarage abgenommen: die hohen Töne quietschten regelrecht, die leisen waren nicht hörbar. Dafür hörte man das Klappen-Klappern umso deutlicher. Microports funktionierten gar nicht oder rauschten an Stellen, wo sie nicht funktionieren sollten. Boxen knallten in Stille hinein.
Etc. etc. etc.

Mein persönlicher Höhepunkt der Show: mit ernster Miene schreitet Luis Pereyra im zweiten Teil des Abends auf eine liebevoll von Nicole auf der Bühne drapierte Gitarre zu und stimmt darauf mit argentinischem Feuer und wahrer musikalischer Inbrunst eine Zamba an – gar nicht mal schlecht gespielt im Übrigen, in dieser Hinsicht scheint er auch musikalisch einiges drauf zu haben. Das Problem war: offensichtlich war die Gitarre in der Pause nicht gestimmt worden. Er trug’s mit Fassung oder merkte es nicht, schwer zu beurteilen. Im Grunde hätte er die Show abbrechen und das Ding stimmen müssen. Ein Stück und später noch ein Stück auf einer verstimmten Gitarre – ja wo sind wir denn? Wir sind doch nicht bei der Heilsarmee! Die Tickets haben doch Geld gekostet, das kann man doch nicht machen!


(Foto: Guido Gayk)

Ganz ehrlich muss ich den beiden Künstlern trotz aller Verärgerung meinerseits über diesen gruseligen Abend meine Bewunderung zollen, dass sie unter solchen Bedingungen überhaupt gespielt haben. In einem Gespräch im Anschluss an die Vorstellung machten beide ausführlich ihrer Verärgerung Luft. Auch hätten sie einen kurzen Moment darüber nachgedacht, alles abzublasen. Eine Entscheidung, die Ihnen meiner Ansicht nach besser angestanden hätte, als diese verunglückte Show. Ihre tänzerische Professionalität habe aber über die Unprofessionalität des Berliner Veranstalters gesiegt, wie Nicole bekannte, denn die

wenigen Zuschauer, die ihre Karten schon gekauft hatten, wollten sie dann doch nicht enttäuschen.

Schlechte Ausgangsbedingungen hin oder her: auch die Dramaturgie der Show hat wenig Begeisterung in mir hervorgerufen – obwohl ich mir sogar noch ein Video von einem technisch bedeutend besseren Abend angesehen habe. Ob dies der dramaturgische Berater Julio López verbockt hat oder die beiden Tänzer in Eigenregie, kann ich nicht recht sagen, aber zu weiten Teilen drängte sich mir die Vermutung auf, die Produktionszeit sei nicht lang genug gewesen, das Stück noch nicht ausgereift oder der Produktionsetat zu niedrig angesetzt. An vielen Stellen ist es peripathetisch, zu lang, redundant. Wenig aufregend, sogar richtiggehend peinlich. Zwar virtuos, aber wenig einfallsreich getanzt, stellenweise zu künstlich oder gar gestelzt, mit leblosen Gesten und ruckhaften Kopfbewegungen bei Nicole, die einem ADTV-Tanzwettbewerb hervorragend anstünden.

Auch schien mir, als habe sich Nicole noch nicht ganz in einen Tanzrhythmus mit Luis hineingefunden. Es fehlte ihr die Leichtfüßigkeit, die die zierlichen Argentinierinnen mitbringen, die schon im Kindesalter das Tanzen angefangen haben. Aber das wiederum weiß sie, wie mir scheint, auch selbst, dass sie nach der langen Zeit mit Ricardo, auch ein Europäer und Spätbeginner im Tango, noch viel mit Luis arbeiten muss, um diese Stilverschiedenheit aufzuholen. Ob sie aber auch die Leichtigkeit noch lernen kann? Unbestritten ist auf jeden Fall die Virtuosität, mit der die beiden ihre Schritte um- und Sprünge aufeinander setzen. Beide sind sie schließlich alte Bühnenhasen.


(Foto: Guido Gayk)

Eines muss man ihnen bei aller Kritik lassen: es kostet Mut, einen ganzen Abend allein zu bestreiten. Tänzerisch wie musikalisch, poetisch wie schauspielerisch sich ohne 22 andere Tänzer und Musiker (wie bei El Sonido de mi Tierra 1) im Hintergrund, dem konzentrierten Blick des Publikums auszusetzen – das im Ballhaus Rixdorf zudem extrem nah an der Bühne platziert war. Keine Distanz-
zone, Fluchtmöglichkeiten ausgeschlossen.
Aber auch hier scheint es mir bedenklich, anzunehmen, wer gut tanzen kann, müsse notwendigerweise auch in anderen Disziplinen brillieren– vielleicht haben sich die

beiden da auch einfach wirklich ein wenig viel vorgenommen. Die von Luis Pereyra und dem Volksdichter Atahualpa Yupanqui gedichteten Poeme, die am Anfang und Ende der Show standen, mögen zwar auf spanisch sehr lyrisch wirken, in deutscher Übersetzung, gesprochen von der stimmlich wie schauspielerisch nicht ausgebildeten Nicole Nau, wirkten sie bestenfalls kitschig und laienhaft vorgetragen. Wenn dies schon live hart an der Grenze liegt, möchte ich ganz sicher nicht ein solcherart gesprochenes Poem blechern aus der Konserve hören, während auf der Bühne zwei Tänzer mit verzückt gen Himmel gerichteten Augen pathetisch umeinander schreiten. Auch hätte ich mir gerne mindestens einen der Tänze von Luis erspart, der ein hervorragender, sehr charismatischer Vertreter des Zapateo Argentino ist. Aber mehr als drei gesteppte Stücke lassen die Angelegenheit in so einer Show doch recht schnell langweilig werden und ganz sicher möchte ich mir den Anblick eines steppenden Machos ersparen, der auf brechreizerregende Weise von einer Tücher winkenden Frau umrundet wird. Das passt nicht in mein Weltbild.

Zur Verteidigung der beiden renommierten Tänzer kann ich nur Folgendes sagen: ich steh im deutschen Pressewald allein auf weiter Flur mit dieser Meinung. Landauf, landab nur Begeisterung über Nicole & Luis. Das Publikum im Ballhaus jedenfalls (die Möglichkeit zum Tangotanz im Anschluss ließ erkennen, dass sich dieses aus etwa spätmittelalten Tango-Anfängern bis -Mittelstuflern zusammensetzte) gab sich Begeisterungsstürmen hin, auch die Reporter eines Kultur- und Sportmagazins (im Rentenalter) am Pressetisch neben mir riefen nur noch oh und ah. Vielleicht bin ich zu jung für diese Show, vielleicht hab’ ich auch einfach schon zu viele Showpaare gesehen. Zu viele Wiederholungen altbekannter Posen. Zu viele eiskalte Engel mit Diamant-Kollier und tiefem Rückenausschnitt. Zu viele Virilität atmende Machos mit Ich-schau-Dir-in-die-Augen-Kleines-Mentalität. Ich kann jedem nur raten, sich die Show selbst anzusehen und sich ein eigenes Bild zu formen.

Oder das Interview mit Nicole zu lesen, das tangokultur.info mit ihr im Anschluss an die Show geführt hat. Zum Interview


(Foto: Guido Gayk)

Ausführliche Informationen zum Stück und zu den Tänzern: www.tangofolklore.com 

Mehr Fotos von Nicole&Luis in der Bildergalerie von Guido Gayk: www.tangovision.net

Richtigstellung:

Der Redaktion von tangokultur.info ist zu Ohren gekommen, dass der von Elke Koepping im Artikel über die desaströse Berliner Aufführung von Nicole Naus und Luis Pereyras "El Sonido de mi Tierra 2" erwähnte ominöse "Veranstalter" mit der Person Michael Rühls in Verbindung gebracht wird. Der Absatz ist eindeutig zu vage formuliert und dafür entschuldigen wir uns an dieser Stelle bei ihm.

Michael Rühl hatte mit dieser Veranstaltung nichts zu tun.

Er betreibt seit Jahren erfolgreich nicht nur die samstägliche Milonga im Ballhaus Rixdorf, sondern auch das Berliner Tangofestival. Beide Veranstaltungen sind professionell organisiert und erfreuen sich eines regen Zuspruchs. Sollten wir diese kritisieren wollen, würden wir das offen tun und nicht durch versteckte Andeutungen.

Die Existenz eines tatsächlichen Berliner Vor-Ort-Veranstalters zweifeln wir zudem an. Gegenüber der Öffentlichkeit sind als Veranstalter nur das Tournee-Management von Nicole Nau und Luis Pereyra aufgetreten, die RSWien-Productions aus Remscheid. Entscheidungen scheinen zudem hier in Deutschland von Nicole Nau abgesegnet zu werden. Der organisatorische Schiffbruch von "El Sonido de mi Tierra 2" ist somit offensichtlich auf eine totale Fehleinschätzung der Vor-Ort-Situation zurückzuführen. Dass diese im Vorfeld nicht überprüft und vorbereitet wurde, zeugt von grober Fahrlässigkeit seitens des Managements und/oder der Künstler.

Weiterhin hat das Tournee-Management während der Veranstaltung das Gerücht in Umlauf gebracht, der Abend sei bewusst durch eine Website boykottiert worden, auf der vermeldet wurde, die Vorstellung sei restlos ausverkauft. Wir von tangokultur.info fragen uns, was für eine Website das gewesen sein soll. Und wie eine solche uns und auch anderen nicht bekannte Website für das Nichterscheinen von 200 Zuschauern verantwortlich sein kann.


25.05.2005 Elke Koepping, Redaktion tangokultur.info


Weitere Stationen von El Sonido de mi Tierra 2 – Personalisimo:


06.05.        Wasserturm, Meerbusch (Krefeld/Neuss)
13.05.        Kurzauftritt im Kulturzentrum Schlachthof, Soest
27.05.        Culture Club Hanau www.cultureclub-hanau.de
17./18.06.  Rotationstheater Remscheid
10.-12.06.  Auftritt in der Show "Furioso Roncalli Event "Circus meets 
                   Classic Productions", Ort: Konzerthaus Dortmund
01./02.07.  Rotationstheater Remscheid
08.07.        Waldorfschule Gröbenzell München
15.07.        Schlachthof Soest
16.07.        Rotationstheater Remscheid
21.-23.07. Senftöpfchen-Theater Köln www.senftoepfchen-theater.de

Ab 03.08.  Auftritte im "Viejo Almacen", Buenos Aires
01.09. 
       Teatro Roma, Avellaneda Buenos Aires
10.09. 
       Teatro Mariano Moreno, Buenos Aires, Bernal

Tickets für die Veranstaltung am 27. Mai 2005 in Hanau können Sie jetzt online hier über tangokultur.info
buchen


(Pressefoto Archiv Nau/Pereyra)

Das Buch "Tango Dimensionen"
von Nicole Nau:


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