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Angesichts
dieser Bilder möchte man nie wieder Tango tanzen. Nie mehr einen
Salon betreten. Diese fremde und einsame Welt meiden. Und gleichzeitig
das Gegenteil: sofort eintauchen in das Halbdunkel eines Salons. In
die Welt, die María Martha Pichel zeigt, die an den Wänden der
Galerie RaumTraum am Oberbaum in Berlin-Kreuzberg hängt. Und zwischen
Fluchtimpuls und Anziehung besteht nicht einmal ein Widerspruch.
In den Armen eines Tanzpartners blicken Pichels Figuren über
Schultern hinweg ins Nirgendwo, suchen vielleicht bereits nach einem
anderen Tanzpartner. Wer tatsächlich jemand anderen anschaut -
werbend, suchend, fragend - erhält in Pichels Bildern keinen Blick
zurück. Und wer sich auf einen anderen konzentriert, führt entweder
vor oder scheitert am gleichgültigen Blick des Gegenübers. Es ist
ein Hexentanz der Eitelkeiten, der Illusionen und der
Selbstverliebtheit, den María Martha Pichel da vorführt. Das
erinnert, gerade in seiner Farbigkeit und der gesamten Gestaltung, an
einen weiteren großen - diesmal deutschen - Maler: an Otto Dix.
Was man auf jeden Fall tun sollte: Diese Ausstellung ansehen. Und
unbedingt ein Bild mitnehmen. Und sei es nur das kleine
Ausstellungsposter, wenn man sich mehr nicht leisten kann.
Kostenpunkt: 2 Euro. Möchten Sie einen Leserbrief zu diesem Artikel
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Email: willkommen@tangokultur.info Im Internet: www.tangokultur.info Herausgeber: Jörg Buntenbach (V.i.s.d.P.) |