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Das Ensemble Tango
Fuego hat sich 1991 gegründet. 1994 veröffentlichten die Musiker
ihre erste CD, die sie "Otros Tiempos" nannten. 1996 folgte
"Encuentros" und 1998 das Live-Video "Tango Fuego
1998". Gleich das erste Stück soll die Richtung vorgeben: "Taquito Militar", eine Milonga vom alten Meister Mariano Mores, macht schon von Natur aus Stimmung. Sergio Fabián Carbone am Bandoneón, Detlef Strüwe am Piano, Fritz Roppel am Kontrabass und Sebastian Reimann an der Violine spielen den Titel mit der nötigen Leichtigkeit und setzen zu den passenden Zeitpunkten die richtigen Akzente. Für meinen Geschmack trifft die Violine die Töne nicht immer ganz sicher, doch dieser Aspekt ist zu vernachlässigen, da der Gesamteindruck einfach stimmig ist. Mit dem Klassiker "Duelo
Criollo" geht es weiter. Ruhig, tanzbar und ganz im Stil der
`Guardia Nueva´, der so genannten neuen Garde, die die Milongas der
30er und 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts aufmischte. Der Vals "Romance de Barrio" ist wieder ein Instrumental-Stück. Und auch hier fällt, wie bereits bei "Taquito Militar", die Violine auf: manchmal etwas zu hoch, manchmal scheinbar unsauber gespielt. Gerade bei diesem Instrument wird der kleinste Fehler sofort hörbar. Insgesamt befinden sich 14 Titel auf diesem Album. Fast durchweg tanzbare Klassiker. "Oblivion" und "Libertango" von Astor Piazzolla bilden die Ausnahme. Und bei diesen beiden Tangos überzeugen Tango Fuego aus meiner Sicht am meisten. Vor allem das Bandoneón von Sergio Fabián Carbone kann die in "Oblivion" enthaltenen musikalischen Emotionen zu 100 Prozent transportieren. Bei "Libertango" toben die Musiker sich so richtig aus, legen sich ins Zeug und zeigen ihr ureigenes ICH. Da merkt man, was in ihnen stecken könnte. So sollte es sein: leidenschaftlich! "Vivo" von Tango Fuego ist keine spektakuläre Neuerscheinung. Die Aufnahme wird eher von solidem Handwerk bestimmt. Nur an wenigen Stellen blitzen außergewöhnliche Nuancen in den Arrangements auf, und die Titelauswahl kann nicht als originell bezeichnet werden. Das soll nicht heißen, dass diese CD absolut unhörbar ist - aber es gibt leider zu viele ähnliche Produktionen auf dem Markt, die kein Alleinstellungsmerkmal haben.
Die Website von Tango Fuego: www.tango-fuego.de Die nächsten Konzerte von Tango Fuego sind auf Ihrer Homepage zu finden: >>mehr CD online bestellen: hier...
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Email: willkommen@tangokultur.info Im Internet: www.tangokultur.info Herausgeber: Jörg Buntenbach (V.i.s.d.P.) |