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TANGOmotion / Sampler
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Label: Blue Flame Records
VÖ: 28.07.2006
Spieldauer: 70:30 Min.
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Text: Jörg Buntenbach
Die Veröffentlichungen aus dem Bereich Elektrotango (auch Neotango,
NuTango etc. genannt) reißen nicht ab. Nachdem vor kurzem Carlos
Libedinsky Narcotango 2 präsentierte (siehe Rezension in
dieser Ausgabe), kommt nun mit TANGOmotion ein Sampler auf den
Markt, der mit "neo tango chill" untertitelt wurde. Die Richtung ist
also vorgegeben. Als für den Mix des
Samplers verantwortlich, wird DJ Red Buddha genannt. Wer auch immer das sein
mag - das nur nebenbei, denn uns interessiert ja im
wesentlichen die Musik.
Auf der CD befinden sich
insgesamt 17 Titel. Darunter einige alte Bekannte, wie z. B. Andres
Linetzky mit dem Titel "Sentimentos". Ein schöner ruhiger,
verträumter Tango. Durchaus! Aber die Frage sei erlaubt, warum dieser
Titel zum wiederholten Mal auf einem Sampler erscheint? Vielleicht liegt
es daran, dass trotz der zahlreichen Neuerscheinungen im Elektrotango leider doch recht wenig brauchbares Material dabei ist.
Vielleicht.
Wir werden dieser Frage nachgehen!
Mit "Reflejo de Luna"
von Alacran geht es im sommerlichen Rhythmus beschwingt weiter, bevor
der Titel "Joven Desaparecido" uns zuzuflüstern scheint, dem Leben
cool und abgeklärt gegenüber zu treten. Überhaupt zieht sich
diese Stimmung durch die ganze CD: es ist heiß. Der Sommer verführt
uns zum Müßiggang. Alles, was wir uns vorgenommen haben, verschieben
wir auf den Herbst. Im Moment geht es nur darum, die Tage zu genießen,
über alles gründlich nachzudenken und eine schöne Frau von unserer
Unwiderstehlichkeit zu überzeugen. Aber auch Leidenschaft und Übermut lässt TANGOmotion zu. Natürlich
- bei diesem
Titel. Das Stück "El Corazon", ein Mischung aus Milonga, Habanera
und Rumba, überzeugt durch seine Leichtigkeit und animiert zum Tanzen.
Allerdings nicht im Tangoschritt! Die klassische Instrumentierung wird
stimmig mit den Möglichkeiten der Technik ergänzt.
"Libertango" von
Astor Piazzolla gehört sicher zu den Tangos, die es auf fast jede
Tango-CD schaffen. Oft in schlechten, oder zumindest langweiligen
Arrangements dargebracht - manchmal aber auch durchaus interessant, oder gar
mitreißend aufgeführt. Die wohl berühmteste Interpretation stammt von Grace Jones, die mit ihrer Version "I've seen that face
before" einen Chart-Hit landete und in modernen Milongas zu hören ist.
Hier haben wir es mit einem guten Electronic Mix von Hi Perspective zu
tun. Man riecht förmlich den Schweiss der Tänzer, die bei gefühlten 50
Grad Celsius über das Parkett gleiten und sich nicht durch Tempuswechsel
und überraschende Phrasierungen ablenken lassen wollen.
Fazit: Insgesamt
betrachtet ist TANGOmotion hörenswert. Und das, obwohl die ganz
großen Höhepunkte fehlen. Es gibt Ansätze für herausragende
Kreativität, Witz und Einfallsreichtum, wie bei dem Arrangement von
"Vuelvo
al sur", wo durch ein Element aus dem 70er-Jahre-Jazz so etwas wie Ironie
durchblitzt. Das schönste Stück jedoch ist gleichzeitig das
tanzbarste: "Papusa" von Andres Linetzky & Neotango ist eher im
klassischen Stil arrangiert. Ansonsten ist die CD für die Tanzfläche
nur eingeschränkt
geeignet. Dafür um so mehr für lange Autofahrten und einsame
Sommernächte...
Wir haben 5 CDs von TANGOmotion
an unsere Leserinnen und Leser verlost!!
Wer folgende Frage richtig beantworten konnte, hatte die
Möglichkeit zu gewinnen:
Wie heißt der Tango von Astor Piazzolla, den Grace Jones als Grundlage
für ihren Hit "I've seen that face before" nahm?
Die Antwort: Libertango
Die Gewinner sind:
Elmar Kruithoff, Hamburg
Sabine Steiner, Zürich
Ulla Büll, Flensburg
Paola Pomioli, Berlin
Dirk Ulrich Otto, Leipzig
Herzlichen Glückwunsch!
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In unserer Juli-Ausgabe 2005 schrieb Hans Peter Salzer einen Artikel über
Elektrotango: jetzt
lesen...
Die Website von Blue Flame Records: www.blueflame.com
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Ausgabe August 2006
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