CD-Rezension
 


Tango around the world / Sampler

Text: Jörg Buntenbach

Veröffentlichung: 2007
Label: Putumayo World Music
Spieldauer:  36:21 Min.

Der Tango entstand am Rio de la Plata in Buenos Aires sowie in Montevideo - aber weiterentwickelt wurde und wird er auf der ganzen Welt - oder zumindest in ganz eigener Art und Weise interpretiert. Wie auch immer: Musik verbindet. Das beweist auch der Sampler "Tango around the world". 11 Titel aus 8 Ländern sind darauf enthalten. Und das Schöne daran: einige Tangos werden viele noch nicht kennen.

Das Stück "Dimba" von Ousmane Touré aus dem Senegal macht den Anfang. Mit einer sehr eingängigen, rhythmischen und dazu entspannten Melodie. Es folgt ein bekannter Musiker aus Finnland: M.A. Numminen & Sanna Pietiäinen sind mit "Kangastus" vertreten. Auch dies ein harmonisches Stück, das zeigt, was die Macher dieser CD sich offensichtlich als Ziel gesetzt haben: die Hörer nicht mit experimentellen Klängen verschrecken, sondern ganz einfach mit schöner Musik zu unterhalten und zum träumen anzuregen.
Es schließt sich ein weiterer Bekannter an: Melingo aus Argentinien präsentiert zusammen mit Florencia Bonadeo sein "Leonel el Feo", bevor es yiddish mit "Tango Idishe" von Fortuna aus Brasilien weiter geht. Eine der vielen Überraschungen auf diesem Album. Danach folgt das getragene, ruhige Stück "Pena" von Federico Aubele aus Argentinien, bevor es wieder in den skandinavischen Raum geht und die Sympathisanten des elektronischen Tangos auf ihre Kosten kommen: "Felino" von Electrocutango aus Norwegen ist der hörenswerte Übergang zu einem weiteren Highlight: Alexis Kalofolias und Thanos Amorginos beweisen mit dem Titel "Gia Ligo", dass die Griechen nicht nur Fußball spielen können, sondern auch musikalisch für Überraschungen gut sind. Was dann folgt, ist für meine Begriffe der schönste Tango auf dieser CD: "Gipsy Tango" von Earth Wheel Sky Band aus Serbien nehmen uns mit auf eine verträumt-romantische Reise, bevor wir uns in Portugal wiederfinden und Liana "Estrela da Tarde" singt. Danach geht es zurück nach Argentinien: Cáceres und Ariel Prat beweisen mit dem Titel "José Mármol y Tarija", dass auch die Argentinier anders können als `Pugliese´. Den Abschluss bildet der Klassiker "Mi Buenos Aires Querido". Jedoch nicht in der Instrumentierung, die man für gewöhnlich erwarten würde, sondern gespielt auf der Mundharmonika, die sich ein schönes Spiel mit Piano und Gitarre liefert.

Fazit: "Tango around the World" ist absolut empfehlenswert, da die ausgesuchte Zusammenstellung den musikalischen Tango-Horizont erweitert und die CD auch in musikalischer Hinsicht überzeugend ist.

 

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Ausgabe Dezember 2007

 


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Herausgeber:
Jörg Buntenbach (V.i.s.d.P.)