CD-Rezension
 


Maldito Tango von Melingo

Text: Jörg Buntenbach

Veröffentlichung: April 2008
Label: Mañana/Naive Music
Spieldauer:  47:11 Min.

Wegen seiner Stimme wird Melingo oft mit Paole Conte verglichen und gilt für viele als der Tom Waits Argentiniens. Seine bisherigen Veröffentlichungen waren stets etwas Besonderes. Er brachte eine neue Farbe hinein in den Tango und stellte sich der Kleinbürgerlichkeit vieler Milongas entgegen. Mit "Maldito Tango" präsentiert er nun seine neue CD. 11 Stücke sind darauf enthalten. Alle in gewohnter Melingo-Manier. Doch keines der Lieder reicht an Stücke wie "De todo y para dos", "Agárrese don Enrique", "La pebeta de Chiclana" oder "Sin Luna" der Vorgänger-Alben heran.
Natürlich entfaltet Melingo auch auf "Maldito Tango" seine musikalischen Qualitäten. Bei "Eco il Mondo" beispielsweise ahnt man, zu was der Sänger fähig ist. Bei "En un Bondi Color Humo" versucht er wenigstens ansatzweise, sich neu zu erfinden. Dennoch hat man das Gefühl, dass ihm nicht wirklich etwas Neues eingefallen ist. Er wirkt zurückhaltender - ja fast abwartend. Und beim Titel "Julepe en la Tierra" etwas zu folkloristisch.

"Maldito Tango" wird in Milongas kaum anzutreffen sein, da die Tangos eingeschränkt tanzbar sind. Wer Melingo noch nicht kennt, bzw. noch keine CD von ihm im Regal stehen hat, dem sei sein Album "Santa Milonga" (>>zur Rezension) oder "Tango Bajos" empfohlen.

 

>>Audio-Interview mit Melingo

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Ausgabe April 2008

 


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Jörg Buntenbach (V.i.s.d.P.)