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Peter Ludwig ist ein vielseitiger Musiker. Er schreibt Chansons, Melodramen, Kammermusik... und Tangos. Er arbeitete mit Anja Lechner zusammen und nahm mit ihr die CDs "Tango Gift", "Magnetique Tango" und "Tango Mortale - Blue" auf. Und auch bei dem vorletzten Album "Tango à Trois" (Rezension in unserer Oktober-Ausgabe 2006) wirkte sie mit ihrem Violoncello mit. Tango à Trois heißt nun die neue Formation vom Pianisten Peter Ludwig. Und das neue Album "Café Banlieue". Musikalisch gesehen tragen die Aufnahmen eindeutig die Handschrift Ludwigs. Alle 14 Titel hat er komponiert. Und wer seine Musik kennt, der hat von vornherein eine gewisse Erwartungshaltung. Mit dem Stück "E" beginnt die CD. Eine Mischung aus Ausgelassenheit und abwartender Neugier im Stile ungarischer Zigeunermusik. Souverän aber nicht zu abgeklärt gespielt, sondern bei aller technischen Brillanz mit wohltuender Leichtigkeit präsentiert. Und gleich bei diesem Einstieg weiß man, dass die beiden anderen Musiker eine harmonische Ergänzung zu Peter Ludwig darstellen. Es sind Peter Wöbke am Cello und Arben Spahiu an der Violine. Der Titel "Hawai" spielt mit den musikalischen Elementen der Südsee eingebettet in europäischer, kammermusikalischer Seele mit einem Schuss lebensbejahender Melancholie. Die Geige Arben Spahiu's lässt den Hörer dahinschmelzen, ohne pathetisch zu sein. Dann folgt das Titellied "Café Banlieue". Es wirkt wie eine Hommage an alte Stummfilme: akzentuiert, kraftvoll, um sich an passender Stelle doch etwas zurück zu nehmen. Es macht ganz einfach Spaß zuzuhören. Und auch, wenn sich der musikalische Stil dieser CD manchmal zu wiederholen scheint und hier und da durch überhöhte Phrasierungen etwas anstrengend wirken mag, so ist sie doch ein Genuss. Zum `Nebenbeihören´ ist dieses Album jedoch nicht geeignet. Man muss hinhören! Im Booklet heißt es »Peter Ludwigs Kompositionen lassen den Tango in allen Sprachen und Spielarten leuchten: wienerisch und ungarisch, chinesisch und circensisch, jazzig und bluesig, tragisch und melancholisch, frech und ironisch...« Und genau das trifft es. Diese CD ist Kunst, ohne
überdimensionierte Intellektualität. Sicher keine CD für den gemeinen
Tango Argentino-Hörer, der etwas zum Tanzen für die Milonga* erwartet.
"Café Banlieue" wäre bei `file under tango´ nicht unbedingt
richtig eingeordnet. Eher sollte man sie bei Weltmusik im allgemeinen
vermuten, oder bei Klassik - oder man müsste eine eigene Kategorie
erfinden, denn dieses Album hat etwas ganz eigenständiges und
unverwechselbares. Lesen Sie auch unsere Rezension zur CD "Tango à Trois": >>hier CD online bestellen: hier... Weitere Tangoeinspielungen bei FARAO classics: >>Link * = Tangosalon
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Email: willkommen@tangokultur.info Im Internet: www.tangokultur.info Herausgeber: Jörg Buntenbach (V.i.s.d.P.) |