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1994 wurde das Sexteto Andorinha in Dresden gegründet und entwickelte sich in der Besetzung des so genannten `Orquesta Tìpica´ mit zwei Bandoneons, zwei Violinen, Klavier und Kontrabass zu einem ebenso bekannten wie erfolgreichen Tangoorchester, das zu vielen internationalen Tangofestivals eingeladen wird und auch regelmäßig bei diversen klassischen Musikfestivals gastiert. Im Jahr 2000 erschien mit "Reliquias Porteñas" die erste CD vom Sexteto Andorinha. Mit "De Puro Curda" legen sie nun nach - und mit an Bord ist seit 2002 der Sänger Sergio Gobi, der eine Bereicherung für jedes Tangoensemble darstellt, weil er mit Sicherheit zu den besten zeitgenössischen Sängern zählt. "De Puro Curda"
heißt auch der erste Titel des neuen Albums. Es ist ein Tango aus dem
Jahr 1957, das vom Sexteto Andorinha ganz im Sinne des so genannten
authentischen Tango Argentino vorgetragen wird. Sicher noch nicht der
Höhepunkt dieser CD, aber bereits hier beweisen die Musiker, allen
voran der bereits erwähnte Sänger Sergio Gobi, mit welch einer
immensen Intensität sie bei der Sache sind. Bereits hier spürt man,
dass man es mit Vollblutmusikern zu tun hat. Sehr gespannt war ich auf Titel 3: "Apología Milonguera" wurde von Peter Reil komponiert. Neben Jürgen Karthe ist er der zweite Bandoneonist. Wie Sergio Gobi stieß er erst später zu Andorinha und ergänzte das Repertoire des Sextetos durch seine Arrangements und Kompositionen. Eindrücklich wird uns das bei diesem Titel vorgeführt. Ein verhaltener Beginn, bei dem sich die einzelnen Instrumente abzutasten scheinen, steigert sich langsam zu einem ausgelassen Tanz umeinander. Sehr überzeugend! Mit "La Ley De La
Corchea" und "Rey Del Bailongo" stammen zwei weitere
Tangos aus Reils Feder. Zum erstgenannten Titel ist im Booklet
Folgendes vermerkt: »Die jüngste Komposition dieser CD... unbarmherzig
reiht sich Achtelnote an Achtelnote!«. Ich möchte hinzufügen: »Es
macht Spaß!«. Fast jeder der 16 Tangos auf dieser CD ist hörenswert. Nicht etwa, weil die Tangos außergewöhnlich sind, sondern weil das Sexteto Andorinha den Werken sein ganz eigenes Profil verleiht. Tanzbar spielen die Musiker ohnehin - und über kleinere Schwächen wie bei "Tzigane Tango" von Astor Piazzolla sieht man gerne hinweg. Hier ist das Spiel der Musiker zu verhalten. Den Streichern fehlt bei diesem Stück die kraftvolle Entschlossenheit, bis zum Äußersten zu gehen und die ein oder andere Zuspitzung zuzulassen. Nichtsdestotrotz: "De Puro Curda" gehört für mich in den Plattenschrank aller Tangueros und Tangueras. Zu guter Letzt noch ein Wort zum CD-Cover, das sehr ansprechend vom Sänger Sergio Gobi gestaltet wurde. Im Booklet befinden sich die Tangotexte inklusive der Übersetzungen, Fotos und Anekdoten. Die Macher haben sich hier wirklich über alles Gedanken gemacht und zeigen damit, wofür ihr Herz schlägt: für den Tango... Sexteto Andorinha sind: Die CD kaufen: >>hier Live-Auftritte vom Sexteto Andorinha sind in unseren regionalen Veranstaltungskalendern zu finden: >>mehr Gewinnspiel exklusiv
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Email: willkommen@tangokultur.info Im Internet: www.tangokultur.info Herausgeber: Jörg Buntenbach (V.i.s.d.P.) |