Bucharest Tango
 


CD von Oana Catalina Chitu

Pressetext

Veröffentlichung:
26. September 2008
Label: Asphalt Tango Records
Best.-Nr.: CD-ATR 1808
Spieldauer: 49:32 Min.
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Es gab Zeiten, da zählte Rumänien noch nicht zum Rand Europas, sondern zu dessen kultureller Mitte. So hielt zwischen den Weltkriegen der „Orient-Express“ in Bukarest und bescherten lokale Stars in mondänen Bars dem Nachtleben der Hauptstadt einen exzellenten Ruf. Das Liedgut der nationalen Ikone Maria Tanase (1913-1963) erweckt nun die in Berlin lebende Sängerin Oana Catalina Chitu zu neuem Leben. Melancholisch, unverstaubt und Herz erwärmend legt sich ihr Gesang über vielstimmig mit Geige, Zymbal, Akkordeon, Gitarre, Bass, Perkussion und Bläsern eingespielte Liebeslieder zwischen Balkan-Tango und Gypsy-Swing. Traumhaft!
Marcelo Millot - WOM-Magazin


Foto: © Die Hoffotografen

Tangoklassiker wie „Maine Birjar“ von Jean Moscopol konnte man zwar in den siebziger oder achtziger Jahren in Rumänien nicht im Radio hören, Oana Catalina Chitus Vater sang sie dafür Abend für Abend auf dem Heimweg vom dörflichen Wirtshaus, wo er arbeitete. Musikfetzen aus einer anderen Zeit, die Oana nur aus Erzählungen kannte, die aber ihre Neugier weckten. Mehr erfuhr sie von Verwandten in Bukarest, die einen antiken Lottoladen aus den dreißiger Jahren führten und unzählige Schellackplatten der Tangostars besaßen.

Oana Catalina Chitu wuchs im rumänischen Hinterland in dörflicher Atmosphäre auf, sang bereits als Kind im Kirchenchor ihres Heimatdorfes und lernte früh Gitarre. Über viele Stationen kam sie in den neunziger Jahren nach Berlin und studierte hier Klavier, Jazz- und Operngesang. Im Jahr 2000 gründete sie mit dem aus Serbien stammenden Akkordeonisten Dejan Jovanovic die Balkanband Romenca, doch die Sehnsucht nach dem eleganten Klang rumänischer Tangos war immer da. Spätestens als der rumänische Schriftsteller Mircea Catarescu einen Artikel über die schöne Zigeunerin Zaraza schrieb und Spekulationen über Eifersuchtsdramen zwischen dem Sänger Zavaidoc und seinem Rivalen Cristian Vasile auslöste, wollte Oana die samtigen Tangomelodien ins Heute holen.

„Bucharest Tango“ ist eine Reminiszenz ganz ohne falsche Nostalgie an das mondäne Bukarester Leben in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Oana Catalina Chitu und ihr virtuoses osteuropäisches Tangoorchester öffnen Türen für bisher nur Insidern bekannte Tangos und Lieder aus Bukarest, dem staubigen Paris des Ostens. Die Arrangements sind erfrischend und vom Sound doch der Tradition verbunden. So authentisch und trotzdem frei näherte sich bisher keine Sängerin der jüngeren Generation aus Rumänien den Tangos á la Romanesque. Rumänien ist ein Land mit reicher musikalischer Tradition, den Alltag jedoch dominiert seit der Revolution billiger, am Fließband gefertigter Pop, der die virtuose Vorstadtmusik in ein Nischendasein drängt. Erst neuerdings gibt es wieder ein wachsendes Interesse für die muzica lautareasca. Sie trifft den Nerv mehrerer Generationen – die alt gewordenen Afficinados und ein junges urbanes Publikum.
Grit Friedrich

Musiker:
Oana Catalina Chitu - vocal
Anton Slavic - violin
Valeriu Cascaval - cymbalon
Dejan Jovanovic - accordion
Alexje Wagner - guitar
Alexander Franz - double bass
Dimitris Christides - percussion
Vladimir Karparov – saxophon  

CD am 26. September 2008 veröffentlicht von Asphalt Tango Records – www.asphalt-tango.de 

Mehr Informationen unter zur CD und zum Künstler:
>>www.asphalt-tango.de

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Die CD "Bucharest Tango" von Oana Catalina Chitu ist im Online-Shop von Asphalt-Tango erhältlich:

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Ausgabe November 2008

 


Email:
willkommen@tangokultur.info

Im Internet:
www.tangokultur.info

Herausgeber:
Jörg Buntenbach (V.i.s.d.P.)