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Pressetext
So
hielt zwischen den Weltkriegen der „Orient-Express“ in Bukarest und
bescherten lokale Stars in mondänen Bars dem Nachtleben der Hauptstadt
einen exzellenten Ruf. Das Liedgut der nationalen Ikone Maria Tanase
(1913-1963) erweckt nun die in Berlin lebende Sängerin Oana Catalina
Chitu zu neuem Leben. Melancholisch, unverstaubt und Herz erwärmend
legt sich ihr Gesang über vielstimmig mit Geige, Zymbal, Akkordeon,
Gitarre, Bass, Perkussion und Bläsern eingespielte Liebeslieder
zwischen Balkan-Tango und Gypsy-Swing. Traumhaft!
Tangoklassiker
wie „Maine Birjar“ von Jean Moscopol konnte man zwar in den
siebziger oder achtziger Jahren in Rumänien nicht im Radio hören, Oana
Catalina Chitus Vater sang sie dafür Abend für Abend auf dem Heimweg
vom dörflichen Wirtshaus, wo er arbeitete. Musikfetzen aus einer
anderen Zeit, die Oana nur aus Erzählungen kannte, die aber ihre
Neugier weckten. Mehr erfuhr sie von Verwandten in Bukarest, die einen
antiken Lottoladen aus den dreißiger Jahren führten und unzählige
Schellackplatten der Tangostars besaßen. Oana Catalina Chitu wuchs im rumänischen Hinterland in dörflicher Atmosphäre auf, sang bereits als Kind im Kirchenchor ihres Heimatdorfes und lernte früh Gitarre. Über viele Stationen kam sie in den neunziger Jahren nach Berlin und studierte hier Klavier, Jazz- und Operngesang. Im Jahr 2000 gründete sie mit dem aus Serbien stammenden Akkordeonisten Dejan Jovanovic die Balkanband Romenca, doch die Sehnsucht nach dem eleganten Klang rumänischer Tangos war immer da. Spätestens als der rumänische Schriftsteller Mircea Catarescu einen Artikel über die schöne Zigeunerin Zaraza schrieb und Spekulationen über Eifersuchtsdramen zwischen dem Sänger Zavaidoc und seinem Rivalen Cristian Vasile auslöste, wollte Oana die samtigen Tangomelodien ins Heute holen.
„Bucharest
Tango“ ist eine Reminiszenz ganz ohne falsche Nostalgie an das mondäne
Bukarester Leben in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Oana
Catalina Chitu und ihr virtuoses osteuropäisches Tangoorchester öffnen
Türen für bisher nur Insidern bekannte Tangos und Lieder aus Bukarest,
dem staubigen Paris des Ostens. Die Arrangements sind erfrischend und
vom Sound doch der Tradition verbunden. So authentisch und trotzdem frei
näherte sich bisher keine Sängerin der jüngeren Generation aus Rumänien
den Tangos á la Romanesque. Rumänien ist ein Land mit reicher
musikalischer Tradition, den Alltag jedoch dominiert seit der Revolution
billiger, am Fließband gefertigter Pop, der die virtuose Vorstadtmusik
in ein Nischendasein drängt. Erst neuerdings gibt es wieder ein
wachsendes Interesse für die muzica lautareasca. Sie trifft den Nerv
mehrerer Generationen – die alt gewordenen Afficinados und ein junges
urbanes Publikum. Musiker: CD am 26. September 2008 veröffentlicht von Asphalt Tango Records – www.asphalt-tango.de Mehr
Informationen unter zur CD und zum Künstler:
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Email: willkommen@tangokultur.info Im Internet: www.tangokultur.info Herausgeber: Jörg Buntenbach (V.i.s.d.P.) |